Wickeln mit zusätzlichen Einlagen

Beim Wickeln mit Einweg-Windelhöschen und Pull-Up-Windeln kann es – insbesondere nachts – vorkommen, dass die Windel ausläuft, weil die Saugfähgkeit der Windel nicht ausreicht.

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Oft hilft schon es schon eine Nacht-Windel wie die „super Plus“ von babydream zu verwenden (mehr dazu hier), zu verwenden. Denn das Problem mit dem Auslaufen, tritt vermutlich immer dann auf, wenn die Windel nicht schnell genug alles aufnehmen kann. Manchmal ist es aber natürlich auch einfach zu viel. (Das kann glaube ich sogar bei kleinen Babys passieren, wenn die vor dem Schlafen noch viel trinken.) Bei größeren Kindern kann es jedenfalls ziemlich leicht vorkommen – insbesondere wenn sie für die Nacht noch mit Baby-Windeln gewickelt werden. (Wie das geht, erkläre ich hier.)

In der Regel reicht es jedoch, zusätzlich eine Flockenwindel in die Höschenwindel zu legen, um das Auslaufen der Windel zuverlässig zu verhindern. (Gilt sowohl für Babys und als auch für größere Kinder.) Jedenfalls war das Bett bei uns noch kein einziges Mal nass, seit ich zusätzlich eine Flockenwindel (Marke „Strampel-Peter“) verwende. Dabei reicht uns schon die Saugstärke 1. (Die sind etwas günstiger als die Saugstärke 2.)

Leider kann ich die „Strampel-Peter“-Windeln aber seit einiger Zeit in keiner Drogerien mehr finden. Dort gibt es meistens nur noch welche die „pelzy“ heißen. Die sind als zusätzliche Einlagen im Windelhöschen aber völlig ungeeignet, weil sie eine Plastikschicht haben. Außerdem nehmen die Flüssigkeiten nicht wirklich schnell auf.

Babywindel als Einlage
Pampers Gr. 3

Eine andere gute Möglichkeit besteht darin, eine zweite (dünne) Baby-Windel mit einer kleineren Größe als Einlage zu verwenden. (Wie bei der Sandwich-Windel bietet es sich dabei an, diese Windel zusätzlich etwas einzuritzen.) Eine Pampers Gr. 3 z. B. kann als Einlage in einer Baby-Dream Gr. 6+ gut bis sehr gut funktionieren, weil sie für eine bessere Verteilung der Flüssigkeit in der Windel sorgt. Wenn die Windel also beispielsweise beim längeren Sitzen oft ausläuft, kann so eine Einlage-Windel helfen. (Jedenfalls wenn es ein es sich um das „zu-schnell-zu-viel“-Problem handelt. Denn da der Platz in der eigentlichen Windel nicht größer wird, steigt auch deren Fassungsvermögen nur sehr bedingt.

Manchmal kann eine zusätzliche Einlage daher auch kontraproduktiv sein. So kann die Windel auch gerade deshalb auslaufen, weil die Bündchen an den Beinen nicht mehr richtig sitzen, weil die Einlage zu stark aufquillt, wenn sie nass gemacht wird. In einem solchen Fall ist eine richtige Sandwich-Windel manchmal besser.

Es kann in der Windel mit einer Einlage wohl auch leicht zu eng und zu warm werden. Das ist nicht nur unbequem und sondern kann wohl sogar ungesund sein. Daher ist es sinnvoll zuvor andere Möglichkeiten wie das Rückwärts Wickeln zu versuchen. Ansonsten hilft noch, die richtige Baby-Windel auszuwählen: siehe dazu meine kleine Windelkunde.

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